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Spielbericht: Zu wenig Zugriff aufs Spiel – VSV-Damen unterliegen Lindenthal

14.09.2026: 6. Spieltag
Endstand: 0:3 (13:25, 12:25, 14:25)

Am Montagabend empfingen unsere Damen den TSV Einheit Lindenthal zum Heimspiel an der Querbreite. Nach dem überzeugenden 3:0 gegen die VolleyMausis Ende August hatten wir uns auch für die nächste Partie einiges vorgenommen. Diesmal fanden wir jedoch über weite Strecken nicht zu unserem eigenen Spiel. Am Ende mussten wir uns mit 0:3 (13:25, 12:25, 14:25) geschlagen geben.

Das Ergebnis fällt dabei deutlicher aus, als es die spielerischen Kräfteverhältnisse eigentlich vermuten ließen. Lindenthal war an diesem Abend keineswegs in allen Bereichen klar überlegen – machte aus den sich bietenden Möglichkeiten aber wesentlich mehr.

Schwerer Start ohne richtigen Rhythmus

Mit Katharina, Melanie, Ina, Jocelyne, Annett und Tina gingen wir in den ersten Satz. Von Beginn an hatten wir Schwierigkeiten, unseren Rhythmus zu finden. Beim 5:11 folgte bereits die erste Auszeit, wenig später beim 6:14 die zweite.

Dabei war weniger die individuelle Qualität des Gegners das Problem als unser eigenes Spiel. Wir verharrten teilweise zu sehr auf unseren Positionen und reagierten nicht beweglich genug auf Bälle, die außerhalb der erwarteten Laufwege kamen.

Lindenthal erkannte das und spielte immer wieder geschickt in die freien Räume. Besonders gelegte Bälle über oder am Block vorbei bereiteten uns Probleme. Obwohl sich diese Situationen wiederholten, gelang es uns nicht konsequent genug, uns darauf einzustellen.

Immerhin konnten wir anschließend etwas Boden gutmachen und zwangen Lindenthal beim 10:15 erstmals zur Auszeit. Den bereits entstandenen Rückstand konnten wir jedoch nicht mehr entscheidend verkürzen. Mit 13:25 ging der erste Satz an die Gäste.

Wechsel bringen noch nicht die nötige Stabilität

Im zweiten Durchgang kam Magdalena neu in die Startformation. Doch erneut liefen wir früh einem Rückstand hinterher. Beim 2:8 und 4:13 versuchten wir mit Auszeiten, das Spiel zu stabilisieren.

Das Grundproblem blieb jedoch bestehen: Wir erkannten viele Situationen durchaus, reagierten aber häufig einen Moment zu spät. Gleichzeitig wiederholten sich Fehler, aus denen wir eigentlich schon in den vorherigen Ballwechseln hätten lernen können.

Beim Stand von 5:15 kam Claudia für Magdalena ins Spiel. Auch dieser Wechsel konnte den Satz nicht mehr entscheidend drehen. Lindenthal spielte seinen Vorsprung konsequent herunter und gewann mit 25:12.

Damit standen wir bereits mit dem Rücken zur Wand.

Besserer Beginn – aber erneut zu wenig daraus gemacht

Für Satz drei blieb Claudia in der Formation. Und diesmal gelang uns zunächst der deutlich bessere Start.

Beim Stand von 8:5 für uns musste erstmals Lindenthal reagieren und nahm eine Auszeit. Für einen Moment sah es danach aus, als könnten wir die Partie doch noch einmal in eine andere Richtung lenken.

Genau diese Phase zeigte auch, dass wir dem Gegner grundsätzlich Paroli bieten konnten. Doch nach der Auszeit kippte das Spiel wieder. Lindenthal fand zurück in seinen Rhythmus, während wir erneut zu wenig aus unseren Möglichkeiten machten.

Beim 11:16 versuchten wir, den Lauf der Gäste zu stoppen. Doch die bekannten Probleme kamen wieder zum Vorschein: zu wenig Bewegung zum Ball, fehlende Antizipation und wiederkehrende Fehler. Beim 13:22 folgte unsere zweite Auszeit, ehe Lindenthal den Satz mit 25:14 und damit auch die Partie für sich entschied.

Fazit – ein Ergebnis, das deutlicher aussieht als das Spiel sein musste

Ein 0:3 mit 13, 12 und 14 Punkten liest sich zunächst nach einer sehr einseitigen Begegnung. Ganz so einfach war es aber nicht.

Lindenthal war an diesem Abend nicht in allen Belangen die deutlich bessere Mannschaft. Wir haben es dem Gegner allerdings zu leicht gemacht, seine Stärken auszuspielen. Zu häufig fehlte uns die nötige Agilität, zu häufig reagierten wir auf gelegte und ungewöhnlich platzierte Bälle erst, nachdem sie bereits auf dem Boden waren. Vor allem ärgerlich: Einige dieser Situationen wiederholten sich, ohne dass wir während des Spiels die passende Antwort fanden.

Hinzu kam, dass wir mit einer teilweise veränderten Aufstellung spielten und einige Spielerinnen in dieser Konstellation noch nicht so eingespielt waren. Das soll keine Ausrede für die Niederlage sein, erklärt aber zumindest einen Teil der fehlenden Abstimmung.

Dass mehr möglich gewesen wäre, zeigte insbesondere der Beginn des dritten Satzes. Eine 8:5-Führung gegen Lindenthal entsteht nicht zufällig. Genau an solchen Phasen müssen wir anknüpfen – und es künftig schaffen, sie länger aufrechtzuerhalten.

Unterm Strich bleibt eine verdiente Niederlage, aber auch die Erkenntnis: An diesem Abend scheiterte es weniger daran, was Lindenthal konnte, sondern vielmehr daran, was wir selbst nicht aus unseren Möglichkeiten gemacht haben.

Und genau daran können wir arbeiten. 

Aufstellung

Satz 1: Melanie, Katharina, Tina, Ina, Jocelyne, Annett
Satz 2: Melanie, Katharina, Tina, Ina, Magdalena, Annett
Satz 3: Melanie, Katharina, Tina, Annett, Jocelyne, Claudia

Wechsel:
Magdalena → Claudia (2. Satz, 5:15)