Spielbericht: VSV Leipzig 2018 vs. Ritters Knappen
02.02.2026: 9.Spieltag (Nachholspiel)
Endstand: 2:3 (19:25, 25:16, 24:26, 29:27, 9:15)
Das verlegte Heimspiel gegen die Ritters Knappen entwickelte sich zu einem der intensivsten und emotionalsten Fünf‑Satz‑Duelle der Saison. Beide Teams lieferten sich über fast zwei Stunden ein hochklassiges Hobbyliga‑Match, das von langen Rallys, starken Abwehraktionen und enormem Kampfgeist geprägt war. Besonders bemerkenswert: Der VSV Leipzig 2018 trat ohne Libero an – und zeigte dennoch eine beeindruckende Gesamtleistung.
1. Satz – Nervöser Start und zu viele einfache Fehler (19:25)
Mit Markus, Alex, Rico, Ronny, Benny und Michael startete der VSV in die Partie. Doch der Auftakt verlief holprig. Die Mannschaft wirkte verhalten, produzierte ungewohnt viele leichte Fehler und ließ vor allem an der Aufschlaglinie wertvolle Punkte liegen. Die Ritters Knappen nutzten diese Phase konsequent und sicherten sich den Satz klar.
2. Satz – Der VSV findet seinen Rhythmus (25:16)
Ab dem zweiten Satz kam Enrico für Michael aufs Feld – und sofort stabilisierte sich das Spiel. Die Annahme wurde ruhiger, das Zuspiel präziser, und die Angriffe fanden deutlich häufiger ihr Ziel. Der VSV spielte nun selbstbewusst, druckvoll und mit klaren Aktionen. Die Mannschaft machte „ihre“ Punkte und brachte den Satz souverän nach Hause. Ein starkes Lebenszeichen.
3. Satz – Vom Rückstand zur Führung, aber am Ende fehlt die letzte Kraft (24:26)
Der dritte Satz begann schwierig: Der VSV lag früh und lange zurück, zwischenzeitlich mit sechs Punkten (Auszeit bei 8:14). Die Gäste überzeugten mit einer extrem starken Feldabwehr und brachten fast jeden Ball zurück.
Doch unser Team zeigte Moral. Punkt für Punkt kämpfte sich der VSV zurück, drehte den Rückstand sogar in eine 19:15‑Führung. Beim 22:21 war das Momentum komplett auf unserer Seite.
Doch in der Crunchtime kippte der Satz erneut. Beim 24:24 fehlte die letzte Konsequenz – die Ritters Knappen holten sich den Durchgang mit 24:26. Ein bitterer Satzverlust, denn er war absolut greifbar.
4. Satz – Ein Volleyballkrimi bis zum letzten Ball (29:27)
Mit unveränderter Aufstellung ging es in Satz vier – und beide Teams lieferten ein echtes Spektakel.
Ab dem 13:13 entwickelte sich ein Kopf‑an‑Kopf‑Rennen, bei dem sich kein Team mehr als zwei Punkte absetzen konnte. Lange Rallys, starke Blocks, spektakuläre Abwehraktionen – Hobbyliga‑Volleyball auf höchstem Niveau.
Der VSV zeigte enormen Kampfgeist, benötigte vier Satzbälle, während die Gäste nur einen hatten. Am Ende holte unser Team den Satz mit 29:27 – ein emotionaler Höhepunkt und ein Beweis für die mentale Stärke der Mannschaft.
5. Satz – Seitenwechsel gut, danach bricht der Rhythmus (9:15)
Der Tie‑Break begann vielversprechend. Bis zum 8:7 beim Seitenwechsel wirkte der VSV stabil, fokussiert und körperlich noch gut im Spiel.
Doch nach dem Wechsel passierte etwas, das jeder Volleyballer kennt:
Die berühmte tote Katze lag plötzlich auf dem Feld.
Die Konzentration war weg, die Abstimmung stimmte nicht mehr, Nervosität schlich sich ein. Fünf der sechs Spieler standen bereits seit Satz eins durchgehend auf dem Feld – die Kräfte ließen sichtbar nach. Die Ritters Knappen nutzten diese Phase eiskalt und entschieden den Satz klar für sich.
Fazit
Der VSV Leipzig 2018 verliert ein hochklassiges, intensives und emotionales Match knapp mit 2:3, zeigt aber eine starke Teamleistung – besonders bemerkenswert angesichts der Tatsache, dass ohne Libero gespielt wurde und Wechseloptionen begrenzt waren.
Highlights:
- starke Reaktion nach schwachem 1. Satz
- beeindruckende Aufholjagd im 3. Satz
- epischer Kampf im 4. Satz
- fünf Spieler standen durchgehend auf dem Feld
- trotz Niederlage ein Spiel, das Mut macht